Anleitung zum Pilzesammeln Verfasst am: 29.06.2009, 12:59
Pilze wachsen vom Mai bis in den November hinein; und wer möchte im Urlaub kein Gericht aus selbstgesammelten Pilzen bereiten?
Das „Fleisch des Waldes" ist zwar sehr schmackhaft und verfeinert selbst noch in getrocknetem Zustand unsere Soßen und Suppen, jedoch enthalten Pilze bis zu 92% Wasser und sind daher als nährstoffarm einzustufen
(110. . . 150 kJ/100 g). Sie sind vor allem als Beilage oder in einer Vorsuppe geeignet. Große und feste Pilze kann man auch in etwa 1 cm breite Scheiben schneiden, wie ein Schnitzel panieren und braten Pilze sollen immer luftiglocker transportiert, alsbald zubereitet und dann sofort verzehrt werden. Reste eines Pilzgerichts nicht zum späteren Genuß aufheben!
Pilzgründe suchen. Beim Sammeln ist auf Warnschilder zu achten, die uns auf versprühte Schädlingsbekämpfungsmittel aufmerksam machen. In solchen Gebieten dürfen keine Pilze und sonstigen Beeren gesammelt werden. Da hilft auch kein gründliches Abwaschen des Sammelguts, das Gift kann über die Wurzeln in die Früchte gelangt sein.
Beim Pilzesammeln gilt die gleiche Grundregel wie beim Überholen auf den Verkehrsstraßen: im Zweifelsfalle niemals! Wie gefährlich das Verzehren der ohne ausreichende Kenntnisse gesammelten Pilze werden kann, das beweisen die nach Tausenden zählenden giftigen Exemplare, die alljährlich von den ehrenamtlichen Pilzberatern aus dem Sammelgut Unkundiger ausgesondert werden müssen, darunter sogar viele der mörderischen Grünen Knollenblätterpilze. Wo sich die nächste Pilzberatungsstelle befindet, kann man bei der Kreishygieneinspektion erfahren. Oft ist es schon nützlich, sein Körbchen von einem sachkundigen Nachbarn auf dem Campingplatz durchsehen zu lassen. Eine sichere Garantie dafür, dass sich nicht trotzdem ein Tückebold unter den Inhalt geschmuggelt hat, kann das aber nicht sein. Erfahrungen beim Pilzesuchen bekommt man nur beim praktischen Sammeln unter Anleitung eines Kenners. Pilzbestimmungsbücher allein können in Zweifelsfällen nicht immer sichere Auskunft geben; schon die Farbe der Abbildungen kann beim Druck verfälscht worden sein und zu Irrtümern führen.
Beim Suchen von Pilzen wird man in der unmittelbaren Nähe des Campingplatzes nur mäßigen Erfolg haben. Zu viele haben das Terrain schon durchstöbert! Meist muss man sich schon etwas entferntere
Kinder naschen gern von den einladenden Früchten im Wald und am Wegesrand.
Dabei kümmern sie sich meist wenig darum, dass diese auch giftig sein könnten. Ekelhaft Schmeckendes wird zwar schnell wieder ausgespuckt, aber nicht jede giftige Frucht ist gallebitter. Bei allen sich bietenden Gelegenheiten muss man Kinder von kleinauf mit den genießbaren Wildfrüchten bekannt machen. Unbekannte Arten sind tabu! Aber auch eßbare Beeren und Früchte sind nicht in jedem Falle unbedenklich zu genießen. Sie können durch Pflanzenschutzoder Insektenvertilgungsmittel beeinträchtigt sein. Jedenfalls sollte man Wildfrüchte nicht gleich vom Strauch, sondern immer erst abgewaschen verzehren (bei Vergiftungen:.
Wer Schwarztee aus gesundheitlichen Gründen nicht verträgt oder danach nicht einschlafen kann, dem sei empfohlen, sich im Urlaub etwas Heidekraut („Erika“, Calluna vulgaris) zu trocknen. Man kann daraus ein zartherbes, dem schwarzen Tee sehr ähnlich schmeckendes Getränk bereiten (ein Eßlöffel der zerkleinerten Trockendroge mit etwa 2 Tassen kochendem Wasser übergießen!). Dieser Tee aktiviert die Herzund Nierenfunktionen und wirkt außerdem leicht stopfend.
Sehr schmackhafte, z. T. ungewöhnliche und Für die Campingküche ausgezeichnet geeignete Bereicherungen des Speisezettels werden in dem Heft „Wildfrüchte“ vorgestellt. Die Zutaten aus dem Garten der Natur können wir auf Spaziergängen sammeln. _________________