Aufrüstung des Wohnwagens und individuelle Verbesserungen Verfasst am: 04.07.2009, 09:01
Bei den transportablen Küchen der Campinganhänger sollte man Geschirr und Vorratsdosen in den Schränken zweckmäßig und sicher befestigen.
Das erspart uns angeschlagene Teile, ungewollten „Eierkuchenteig“ und ranzige Butter an den Tassenhenkeln. Außerdem lässt sich dann auf kleinstem Raum mehr unterbringen und viel besser Ordnung halten. Eine sinnvolle Anordnung der einzelnen Teile vor der entgültigen Befestigung erspart uns später viel unnütze Räumerei: Oft Gebrauchtes gehört nach vom in den Schrank! An den Klapptüren können auf der Rückseite kleine Regale für Vorratsdosen verschiedener Größe angebracht werden, so dass die Dosen nach dem Schließen der Tür kippsicher arretiert werden. Töpfe, Schüsseln und Teller werden vor dem Befestigen ineinander gestapelt, das spart Platz!
Kleinere und leichte Ausrüstungsgegenstände lassen sich im Wohnwagen oder Küchentrakt eines Zeltanhängers mit einem oder mehreren großen Druckknöpfen kipp- und rutschsicher befestigen.
Die Druckknopfhälfte mit der Spange wird am Boden des Gegenstands aufgeklebt, die andere Hälfte mit der Nase an der Stelle, wo der Gegenstand stehen soll. Diese
Methode ist bestens geeignet für Eierbecher, Gewürzstreuer, Kerzenhalter, Tischlämpchen, Tassen, Plastikebecher, Thermoskannen u. va.
Ein textiler Fußbodenbelag im Campinganhänger hat Mehrere Seiten.
Er isoliert wirksam gegen Fußkälte — besonders beim Wintercamping —, ist aber nur schwer sauberzuhalten. Jedenfalls sollte er unempfindlich gegen Feuchtigkeit sein (Kokosgewebe, Reisstrohmatte oder synthetische Faser) und sich leicht herausnehmen lassen.
Zum Rangieren eines Anhängers per Muskelkraft ist eine deichselartige Zugrohrverlängerung sehr kräftesparend. Man kann sie zwar im Kfz-Fachhandel preiswert erwerben, mit wenig Aufwand ist jedoch auch Selbstbau möglich.
Ein ständiges Problem für Besitzer von Campinganhängern ist das waagerechte Austarieren auf dem Stellplatz. Wie lästig, wenn den Schläfern das Blut in den zu tief gebetteten Kopf steigt, das Wasser in der Spüle nicht vollständig abläuft, das Fett in der Pfanne immer auf die eine Seite strebt und die Suppe vom Teller rinnt! Ein sehr praktisches Hilfsmittel ist ein abnehmbares Pendellot, außen an einer senkrechten Wand aufgehängt. Noch einfacher geht es bei Zeltanhängern mit einer Dosenlibelle, die auf dem Deckel angebracht wird. Ist eine solche nicht zu beschaffen, dann tun es auch zwei Ersatzröhrchen für eine Wasserwaage, die unter einem Winkel von 90° aufgeklebt und mit einem flachen, durchsichtigen Plastikkästchen abgedeckt werden (Streuscheibe der eckigen Fahrradlampe!). Vor dem Austarieren der Libellen muss der Anhänger mit Hilfe einer Wasserwaage in der horizontalen Ebene möglichst genau ausgerichtet werden.
Die herkömmlichen Vorzelte der Wohnwagen sind für Wintercamping nicht geeignet.
Sie sind viel zu groß und haben ein zu wenig steiles Dach, um größere Schneemassen unbeschadet zu vertragen. Ein Abfegen ist nicht immer möglich, manchmal schneit es auch nachts
oder wenn man tagsüber unterwegs ist. Daher empfiehlt sich ein schmaleres und steileres SCHNEEZELT, das man selbst anfertigen oder in einer Sattlerei in Auftrag geben kann. Eine Ausführung in der gleichen Breite wie das Originalvorzelt — nur etwa halb so tief — ist besonders günstig. Es gibt genügend Raum, und die Schiene am Wohnwagen sowie das Originalgestänge (Dachstreben halbiert) können weiterverwendet werden. Auf Fenster und kompliziert zu nähende Anhängsel kann man verzichten. Vor dem Einfädeln der Zeltwulst in die Schiene am Wohnwagen streichen wir diese mit einem Frostschutzmittel ein. Sonst kann das Zelt unverrückbar festfrieren!
Bei gefrorenem Boden eignen sich lange spitze Stahlnägel mit einer aufgefädelten Hakenscheibe oder angeschweißten Öse weit besser als normale Heringe.
Die Wand zur Wohnwagenzelle spart man davon aus, damit von dort Wärme in den Flaschenkasten strömen kannDie ganze Flasche in einen Isoliersack zu stecken, empfehlen wir nicht. Bei stärkerer Gasentnahme kühlt sich nämlich das Gas von innen her durch Entspannung ab, und ein Wärmeausgleich könnte nicht mehr durch den Flaschenkörper hindurch erfolgen. _________________