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Reinhold


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Camping Tipps: Ausflüge, Exkursionen, Wanderungen Teil 1
Verfasst am: 28.04.2009, 21:42

Im Urlaub können wir endlich all das tun, was wir uns eigentlich schon lange vorgenommen haben:

ein Museum oder eine Ausstellung besuchen, einen Berg besteigen, den lauschigen See bei Abendsonne fotografieren, in ausgedehnten Tagesmärschen die Schönheiten der Landschaft und ihre Tiere und Pflanzen entdecken, eine Seefahrt unternehmen oder einfach nur so „für uns hin“ am Strand entlangspazieren.

Wandern sollte man zwar nicht nur im Urlaub, aber dann bietet es sich besonders an, und man kann sich nicht mit Zeitmangel oder fehlendem Wanderziel herausreden.

Es wirkt der heutzutage bei vielen Menschen anzutreffenden Bewegungsarmut entgegen, stärkt — sinnvoll dosiert — Herz, Lunge, Muskeln und Kreislauf, hilft Fettpölsterchen abzubauen, wirkt nervenentspannend und härtet den Körper ab. Außerdem macht Wandern Spaß, erweitert den Horizont und fördert den Zusammenhalt der Familie.

Zum „Angewöhnen“ sollte man zunächst kürzere Strecken (maximal 5 km), dafür aber öfter wandern, später steigert man allmählich Dauer und Schwierigkeitsgrad. Nur bei kürzeren Ausflügen sollte man „einfach ins Blaue hinein“ laufen. Längere Wanderungen sind unbedingt mit Ziel, Route und Dauer zu planen. Wenn möglich, geht man hin und zurück verschiedene Wege. Und: Kinder planen gern mit!

Bei der Zeitplanung für unsere Wanderungen gehen wir von der Tabelle 45.3 aus.

Bei Bergtouren muss aber je 300 m Höhenunterschied noch ein Zuschlag von einer Stunde auf die ermittelte Zeit einschließlich der Pausen gemacht werden. Außerdem ist bei sehr langen Wanderungen eine „große Rast“ von 1,5 bis 2 Stunden einzuplanen, die um die Mittagszeit herum etwa bei 2/3 der Gesamtstrecke liegen sollte-

Bei jeder längeren Wanderung, egal ob im Sommer auf die Berge, ob im Winter zu Fuß oder auf Skiern, hinterlassen wir im Quartier eine Nachricht.

Das ist am besten ein Zettel mit Namen der Beteiligten, Route und Ziel sowie der voraussichtlichen Rückkunftszeit. Dieses Stück Papier kann bei Verirrungen, extremen Wetterumschlägen oder Notsituationen ein Lebensretter werden!

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.

Darum richten wir uns bei Familienausflügen immer nach dem am wenigsten Belastbaren. Erstaunlicherweise scheinen das am Anfang der Tour nur selten die kleinen Kinder zu sein. Oft laufen und springen sie über Stock und Stein und legen insgesamt bald den doppelten Weg der bedachtsamer daherschreitenden Eltern zurück. Aber Vorsicht! Die Ermüdung setzt spontan ein, und dann muss der geplagte Vati oft auch noch seinen Sprößling auf den Schultern nach Hause schleppen. Kinder verkraften eine längere Wanderung besser, wenn an für sie interessanten Stellen eine kleine Rast eingeschoben, ein Spielchen gemacht, ein Lied gesungen, ein Rätsel gelöst, ein Tier beobachtet oder auch nur etwas geplaudert wird.

Die auf Wanderwegweisern angegebenen Stunden zum Ziel sind Orientierungswerte.

Im allgemeinen kann man den Weg in der angegebenen Zeit bewältigen, die Angabe sollte aber nicht als Limit verstanden werden. Es ist keine Schande, wenn man — besonders mit kleinen Kindern — etwas länger braucht. Der Ehrgeiz, die vermerkte Zeit unterbieten zu wollen, bleibt den besonders zähen und trainierten Wanderern vorbehalten-

Wanderei sind den Unbilden des Wetters voll ausgesetzt.

Sie können — wenn es ganz schlimm kommt — nicht immer eine Zuflucht finden. Darum ist richtige Wanderbekleidung von elementarer Bedeutung für Wohlbefinden und Gesunderhaltung. Vor allem in den Bergen ist immer mit plötzlichen Wetteränderungen zu rechnen. Trotzdem kann man keine Wandergarderobe „an sich“ empfehlen, weil die Bekleidung von vielen Faktoren, wie Länge der Tour, Klimazone, den zu überwindenden Höhenunterschieden und der allgemeinen Wetterlage abhängt. Als bedenkenswerte Grundregel gilt, dass man Teile der Kleidung — wenn notwendig — jederzeit ablegen kann (ein ausgezogener Pullover lässt sich z. B. mit den Ärmeln um die Taille binden), dass man aber nichts zusätzlich anziehen kann, wenn es im Marschgepäck fehlt. Am besten entsprechen Textilien aus Wolle oder Baumwolle dem Zweck.

Wir wählen zum Wandern saugfähige Unterwäsche, Sporthemd, Pullover ohne dicken Kragen oder Pully und wasserdichte Oberbekleidung (Anorak oder Parka mit Kapuze, als Regenschutz ist auch ein zusammenlegbarer Plastikumhang geeignet). Besser als scheuernde Jeans sind eine Kniebundhose und lange wollene Strümpfe. Wer auf den Bergen mit an den Knien im „Bermuda-Look“ abgeschnittenen Jeans herumklettern will, der möge bedenken, dass er in Lagen über 2000 m selbst im Hochsommer teilweise mit Temperaturen unter 0 °C und mit Schnee zu rechnen hat!

Vor allem bei Bergtouren brauchen wir festes, über die Knöchel reichendes Schuhwerk mit flacher, strukturierter Sohle. Bei Wanderungen in der Ebene sind bei trockenem Wetter leichte Sportschuhe günstiger, keinesfalls aber gehen wir in Sandalen oder Gummistiefeln los. Die Schuhe sollen zwar eingelaufen sein und bequem sitzen, sie müssen aber trotzdem fest am Fuß anliegen, sonst riskiert man Blasen. Schon vorbeugend kann Aufkleben von Pflastern an den Fersen nützlich sein. Gestopfte Strümpfe sollte man nicht anziehen, sie erzeugen leicht schmerzhafte Scheuerstellen oder Blasen.
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Tags: scheuernde jeans, wandern, camping, familie, planen

 
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