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Reinhold


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Camping Tipps: Ausflüge, Exkursionen, Wanderungen Teil 2
Verfasst am: 05.05.2009, 10:40

Beim Wandern sollte man immer einige zusätzliche Bekleidungsstücke im Gepäck haben.

So ist man sicher sehr glücklich, wenn man nach dem Durchwaten eines Rinnsals die qualmenden Socken ausziehen kann, weil man rechtzeitig Strümpfe zum Wechseln eingepackt hat. Ersatzunterwäsche kann nach einer schweißtreibenden Bergbesteigung eine wahre Wohltat sein, vor allem, wenn uns nach Ende der Kraxelei noch der stundenlange Rückweg zum Zelt erwartet. Wollmütze, -fäustlinge und ein Schal sollten im Gepäck nicht fehlen, eventuell auch nicht ein kleiner Taschenschirm (im Hochgebirge würde ein solcher allerdings eher Heiterkeit auslösen). Eine leichte Stoffmütze mit Schirm kann uns bei erbarmungslos brennender Sonne sogar vor einem Sonnenstich bewahren.

Was gehört sonst noch in den Rucksack des Wandersmannes?

Ein Wanderkompaß und Kartenmaterial, Ausweis, Geld, Sonnenschutzcreme und -brille (vor allem bei Hochgebirgswanderungen), Taschenlampe und Trillerpfeife (für Notsignale), Verbandmaterial (Binden, Schnellpflaster, Sicherheitsnadeln, Dreiecktuch), eventuell Fernglas und Fotoapparat oder Filmkamera. Zur Verpflegung eignen sich heißer oder eiskalter Tee in einer Thermosflasche (ungesüßt, mit Zitrone oder etwas Honig). Kohlensäurehaltige oder sehr süße Getränke sind wenig geeignet! Es werden am besten fertig belegte Brote mitgenommen, Kekse, auch kalte Schnitzel, Geflügel, Bouletten mit Brötchen oder Kartoffelsalat, Obst und Gemüse (Gurken, Tomaten, Radieschen usw.).

Der Proviant wird so im Rucksack verstaut, dass er nicht zerdrückt werden kann, z. B. in Plastik- oder Alubüchsen. Was von Natur aus druckfest ist, kann auch in Haushaltsfolie eingewickelt werden. Diese ist leichter und hält lange frisch. Zur Reaktivierung schwindender Kräfte eignen sich Traubenzucker oder Blockschokolade.

Wer wandern will, geh' stetigen Schritts!

Eine gleichmäßige Folge weicher, federnder, nicht zu langer Schritte ist kräftesparender als häufiger Tempowechsel (richtig: knapp zwei Schritte je Sekunde mit etwa 65 bis 70 cm Länge). Es wird mit der ganzen Sohle aufgetreten. Profilierte Wanderer sind am Berg kaum langsamer als in der Ebene, sie haben auch am Ende der Wanderung noch soviel Kraftreserven, um zügig voranzukommen. Ein fröhliches Wanderlied auf den Lippen vermittelt uns in zwangloser Weise den richtigen Takt zu unserem Schrittmaß. Wurzeln, Steinen und Bodenrinnen weicht man möglichst aus.

Beim Wandern trägt jeder sein Gepäck selbst.

Nur dem starken Vater darf man eventuell etwas mehr Last auflegen. Ideal ist ein wasserdichter Rucksack. Bei kleineren Wanderungen kann auch ein Campingbeutel oder sogar der von Motorradfahrern bekannte Gepäckgürtel ausreichend sein. In jedem Falle sollen die Hände frei von Gepäck bleiben .

Im Hochgebirge ist es für Anfänger kein Fehler, eine bergerfahrene Person bei sich zu haben.

Keinesfalls aber geht man mutterseelenallein. Kinder sollten nur auf kürzere Bergtouren von maximal 2 bis 3 Stunden mitgenommen werden. In jedem Falle muss man für die ungünstigste Wettervariante gerüstet sein; denn ein Unterstellen oder ein Abbrechen der Tour ist nicht möglich. Als Neuling beginnt man nicht gleich mit dem höchsten und schwierigsten Berg. Oft vermitteln Gebirgsdurchquerungen in mittlerer Höhe auf einem bewährten, gut ausgebauten und deutlich markierten Wanderweg mehr Eindrücke von der Berglandschaft als ein erstürmter Gipfel bei Dunst und Nebel.

Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn man den Gipfel eines Berges wegen schlechten Wetters oder vorzeitiger Ermüdung nicht schafft; rechtzeitiges Studium eines Reiseführers und der Wetterlage kann solches Ärgernis vermeiden helfen. Jedenfalls müssen wir immer auch an den Rückweg denken, der bei steiler und steiniger Route oft mehr in den Waden zu spüren ist als der Aufstieg. Und: bei einer Bergtour bricht man sehr frühzeitig auf. Wenn die Sonne im Süden steht, sollen etwa 2/3 der Gesamtstrecke geschafft sein!

Bei einer Tour in die hohen Berge muss man auf kompromisslose Wanderdisziplin achten.

Nicht nur unerfahrene Kinder oder übermütige Jugendliche beginnen oft eine halsbrecherische Kletterei in den Felsen abseits der markierten Wege. Solch ein leichtsinniges Tun ohne entsprechende Erfahrung und Ausrüstung kann tödlich enden, mit sportlichem Wandern hat das nichts zu tun! Ähnliches gilt für Winterwanderungen in schneeverwehter Landschaft. Außerhalb der markierten Wege ist schon mancher im tiefen Schnee oder im eiskalten Wasser eines zugewehten Baches verschwunden. Gefährliche Unterkühlung, Knochenbrüche und Schlimmeres können die traurigen Folgen solchen Leichtsinns sein. Auch Verbotsschilder oder Warntafeln (z.B. vor Lawinen) stehen nicht ohne Grund in der Landschaft herum!

Wenn auf einen Berg eine Seilbahn führt, so ist es ein günstiger Kompromiss, eine Tour zu fahren, die andere zu laufen.

Hinaufzufahren ist im allgemeinen vorteilhafter, weil die Karten meist in der Talstation verkauft werden. Während der Saison muss man auf die Abfahrt oft stundenlang warten und kann die Zeit besser planen.
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Tags: wanderung

 
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