Mit Flüssiggas (umgangssprachlich „Propan“) kann man am kostengünstigsten und saubersten kochen.
Die geringen Brennstoffkosten von nur kompensieren sehr schnell den höheren Preis für die Anlage. Im Durchschnitt ist 1 kg Gas ausreichend für etwa 10 bis 15 Stunden Kochen auf voller Flamme.
Nur wenige Camper kochen mit Hartspiritustabletten.
Eigentlich schade; denn der zugehörige kleine Klappkocher, den man sich mühelos auch selbst basteln kann, ist zum Aufwärmen einer Dose, zum Erhitzen von Wasser für einige Tassen heißen Getränks u. ä. sehr praktisch. Der größte Vorteil ist, dass der Brennstoff weder auslaufen noch sich als Gas verflüchtigen kann. Hartspiritus soll nur im Freien verwendet werden, weil sich bei ungenügender Luftzufuhr während der Verbrennung gesundheitsschädliche Dämpfe bilden können. Das Kochen auf Hartspiritus ist nicht gerade preiswert.
Einen Tauchsieder im Gepäck zu haben kann niemals schaden, vor allem nicht bei Auslandsfahrten.
Wir wählen einen Reisetauchsieder kleinerer Leistung, mit dem sich warmes Wasser für Getränke oder eine leichte Suppe allemal zubereiten lässt, wenn einmal der Brennstoff für den Kocher alle wird-
Schließlich wollen wir die offenen Kochfeuerstellen nicht vergessen, für die wir das Bauund Brennmaterial in der Natur finden.
Vor allem für Kesselgerichte sind sie bestens geeignet, und sie vermitteln außerdem einen
Hauch des alten Nomadenund Hirtenlebens. Voraussetzung für das Anlegen einer offfenen Kochund Feuerstelle ist, dass es aus Brandschutzgründen an dieser Stelle nicht verboten ist.
Schließlich wollen wir die für Kurzzeitcamping bewährten Kühltaschen nicht vergessen.
Sie werden bereits zu Hause mit Speisen und Getränken beladen, die im Tiefkühlfach des Kühlschranks vorgekühlt wurden. Dazwischen werden möglichst „frostige“ Kühlakkus gesteckt (Beuteloder Kastenform). Je seltener eine Kühltasche geöffnet wird und je kühler sie steht, um so länger hält ihre Wirkung an.
Wem die ganze Kühlerei mit zusätzlicher Energie zu kostspielig oder
zu wenig campingtypisch erscheint, der darf sich wieder auf die „klassischen“ Verfahren besinnen.
Schon eine leicht gestylte Erdgrube hält unsere Vorräte erstaunlich frisch. Beim Kühlen von Butter oder anderen leicht verderblichen Nahrungsmitteln hilft uns ein physikalischer Effekt, den schon unsere Urahnen ausnutztenMit etwas Glück kann man sich einen unglasierten Steinguttopf mit einem passenden Glasoder Plastikeinsatz beschaffen, in den das zu kühlende Gut getan wird. Notfalls funktioniert es auch mit einem großen Blumentopf, bei dem das Bodenloch verschlossen wird. Zwischen Außenund Innengefäß wird Wasser gefüllt, das durch die Poren des Tongefäßes hindurchtritt und an der Außenwand verdunstet. Infolge der Verdunstungskälte wird dem Innenraum Wärme entzogen; je heißer der Tag, um so besser funktioniert das ganze. Ein längliches Gefäß, in das gerade eine Flasche paßt, ist bei besonderen Anlässen auch ganz praktisch!
Eine batteriegespeiste Taschenlampe oder Campingleuchte darf bei keinem Camper fehlen!
Sie ist beim nächtlichen Gang über den Zeltplatz wegen der vielen Zeltleinen und Wurzeln ebenso wichtig wie zur nächtlichen Orientierung im Zelt. Für Dauerbeleuchtung sollte man aber besser auf andere Lichtquellen zurückgreifen, weil das Beleuchten mit Monozellen insgesamt ein recht teurer Spaß ist.
Offen brennende Kerzen sollte man zumindest in kleineren Zelten aus Brandschutzgründen nicht verwenden. Günstiger sind kleine Leuchter oder Latemchen mit schützendem Glaskörper für Haushaltskerzen oder Teelichte. In einem gut isolierten Wohnwagen oder im Bergzelt reicht ein Licht bereits aus, um den Raum spürbar zu temperieren. _________________