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Reinhold


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Camping Tipps: Packen und Laden Teil 1
Verfasst am: 10.01.2009, 13:04

Viele erleben das faszinierende Wunder alljährlich neu, dass trotz eines unübersehbaren Gepäckberges das Auto nicht zusammenbricht und ohne sichtbare Schäden am Ziel ankommt.

Man darf trotzdem nicht „den Teufel am Schwanz ziehen“; denn überladene Fahrzeuge steuern und bremsen sich schwer, und die Bruchgefahr steigt. Sie sind darum eine böse Gefahrenquelle im Straßenverkehr. Kommt es zu einem Unfall, der durch grobe Verstöße gegen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung über den Transport von Gütern verursacht wurde (Überladung oder nicht vorschriftsmäßige Beladung), dann kürzt die Versicherung die Entschädigung aus der Kaskoversicherung. Noch viel schlimmer aber können die Folgen einer Überladung für Gesundheit und Leben der Insassen und anderer Verkehrsteilnehmer sein. Eine einfache Addition der eingeladenen Kilo lohnt sich also in jedem Falle! Vorausgesetzt, man zieht die richtigen Schlüsse und lädt erforderlichenfalls Kaffeemaschine, Klavier und Kinderschaukel wieder aus.

Will man wissen, wieviel Kilogramm man real laden darf, dann muss man sämtliche nachträglichen An- und Einbauten beim Kfz von der zulässigen Nutzmasse abziehen.

Dazu zählen u.a. Schonbezüge, Radio und Konsole, Zusatzwerkzeug, Fußbodenbeläge, Kofferraumauskleidungen und ZusatzscheinwerferVor allem das Dachgatter, die Motorrad. Gepäckträger und die Anhängerkupplung als recht massives Zubehör werden dabei oft vergessen-

Wenn wir nicht alle Sitzplätze im Auto ausnutzen, so können wir je freibleibendem Sitzplatz an dieser Stelle bis zu 75 kg Gepäck einladen.

Die Belegung des Fahrgastraums mit Gepäck ist besonders günstig, weil das die Achslastverteilung weniger stört als starke Beladung des Kofferraums75 Kilogramm sind aber eine ganze Menge, die sich auf einem Sitz meist nicht unterbringen lässt. So empfiehlt es sich bei viel Gepäck, z.B. den Beifahrersitz auszubauen – das macht das Auto außerdem leichter – und an dessen Stelle einen Gepäckturm aufzuschichten. Es versteht sich von selbst, dass auch diese Ladung gegen Verrutschen gesichert werden muss und Sicht und Bewegungsfreiheit des Fahrers nicht behindern darf-

Eine grobe Veränderung der vorgeschriebenen Achslastverteilung ist im allgemeinen nicht zu befürchten, wenn man die zulässige Höchstmasse für den Kofferraum strikt beachtet und das restliche Gepäck sinnvoll auf die freibleibenden Sitzplätze im Auto verteilt. Der einzig sichere Weg zur Ermittlung der tatsächlichen Achslasten führt auf eine Fahrzeugwaage, auf deren Plattform Vorder- und Hinterachse nacheinander gefahren und einzeln gewogen werden. Durch Umverteilung des Gepäcks können die höchstzulässigen Achslasten eingehalten werden. Bei einer festen Campingausrüstung, die man immer wieder mitnimmt, ist diese aufwendige Wägung nur einmal erforderlich, wenn man das Gepäck stets nach dem gleichen Schema lädt.

Beim Mitführen eines Anhängers empfiehlt es sich, den Kofferraum im Heck eines Autos mit Frontmotor nicht allzuschwer zu beladen.

Auf das Autoheck drückt außerdem die Stützlast! Beachtet man das nicht, so kann es bei Bodenwellen zu Nickschwingungen des Anhängers, zu starkem Durchfedern des Hecks, sogar zum Ausheben der Vorderräder kommen. Das Auto ist dann kurzzeitig nicht mehr lenkbar. Bei Pkw mit Heckmotor sollte der Kofferraum allerdings voll genutzt werden (unter Beachtung der Vorderachslast).

Beim Unterbringen der kleinen Gegenstände denkt man oft nicht daran, dass auch sie zur Ladung zählen, die transportsicher verstaut werden muss.

So gehören vor allem keine schwereren oder spitzen Gegenstände (Radiorecorder, Handtaschen, Schirme oder Werkzeuge) auf die Heckablage des Autos. Auch Spraydosen haben dort nichts zu suchen; bei Temperaturen über 50°C besteht die Gefahr des Platzens! Bei einer Notbremsung fliegen schwere Gegenstände nach vorn, können die Insassen verletzen oder zumindest den Fahrer zusätzlich entnerven.

Ein Dachgepäckträger beim Auto erlaubt uns ein größeres Gepäckvolumen zu transportieren.

Er hat aber auch bedeutende Nachteile: Er erhöht den Benzinverbrauch (besonders bei höheren Fahrgeschwindigkeiten beträchtlich), macht das Auto langsamer, bei höheren Geschwindigkeiten sinkt das Beschleunigungsvermögen. Er verschlechtert die Schwerpunktlage des Pkw, die Gepäckstücke sind Wind und Wetter ausgesetzt. Wollen wir diese Nachteile etwas mildern, so beachten wir folgende Regeln:
  1. nur leichtes Gepäck auf das Dach laden, möglichst flach und glatt packen („windschlüpfrig“), keine herausragenden Gepäckstücke!
  2. mit einer überschlagenen Plane oder Folie für Wetterschutz und gute Luftumströmung sorgen,
  3. Vorderseite des Gepäcks so formen, dass sich eine Stromlinienform ergibt oder davor eine Luftleiteinrichtung aufsetzen,
  4. einen unbeladenen Dachgepäckträger nicht unnötig spazierenfahren; denn er kann selbst leer einen Mehrverbrauch bis zu 1 1/100 km verursachen.
Beim Beladen eines Dachgatters ist zu beachten, dass die zulässige Dachlast des Pkw nicht überschritten wird

Außerdem zählt dieses Gepäck bei der zulässigen Nutzlast natürlich mit! Auf sichere Befestigung des Trägers an der Regenrinne ist ebenso zu achten wie auf die Sicherung des Gepäcks auf dem GatterDazu bewähren sich z. B „Gepäckspinnen“ aus Gummischnüren mit Haken. Während einer Fahrtpause schadet es nichts, die Befestigungen sorgsam zu prüfen-

Fahrräder machen uns beim Camping beweglicher.

Abgesehen vom sportlichen und gesundheitlichen Wert des Radelns sind Fahrräder nützlich bei der Erkundung der Umgebung. Beim frühmorgendlichen Brötchenholen scheuchen wir nicht alle Nachbarn von den Matratzen, wie das die Kraftfahrzeugbenutzer tun. Man kann Fahrrad-Dachständer in mehreren Ausführungen im Fachhandel erwerben, aber zwei Fahrräder lassen sich auch liegend auf einem normalen Dachgatter oder auf dem Anhängerdeckel stabil und aerodynamisch günstig transportieren. Dazu schraubt man vom unteren Fahrrad eine Pedale ab und stellt die Lenker quer Schaumstoffzwischenlagen verhindern Scheuerstellen im Lack.
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Tags: camping, tipps, fahrrad, auto, motorrad

 
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