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Reinhold


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Camping Tipps: Sonne, Wasser, Badestrand Teil 2
Verfasst am: 12.06.2009, 22:02

Unter keinen Umständen dürfen wir in unbekannte Gewässer springen!

Das Wasser kann flacher sein als vermutet, Scherben, Steine oder Schrott können auf dem Grund liegen, ein alter abgefaulter Pfahl kann kurz unter der Wasseroberfläche enden. Gar mancher unbedachte oder übermütige Hechter ist schon zum Sprung in den Rollstuhl geworden, weil die Wirbelsäule gebrochen und das Rückenmark durchtrennt wurden. Wie viele dieser Springer mussten schon mit aufgerissenem Leib oder geborstenem Schädel an Land gebracht werden! Wir müssen auch daran denken, dass sich solch ein unglückseliger Mensch niemals aus eigener Kraft retten kann. Ist kein Helfer in der Nähe, so muss er unweigerlich ertrinken.

Auch beim Springen vom Turm oder einem Steg ist Vorsicht geboten: Andere Badende können sich dort unbemerkt unter Wasser befinden.

Mit einer Brille oder Tauchbrille darf man keinen Kopfsprung ins Wasser machen.

Schwere Augenoder Gesichtsverletzungen können die Folge sein!

Im Wasser mit einer Temperatur unter 18° C darf man sich nicht allzu lange aufhalten.

Bei 16 °C sind mitunter schon 5 Minuten zuviel; denn die Haut wird nicht mehr genügend durchblutet. Besonders schnell kühlt ein kindlicher Körper aus, weil er im Verhältnis zum Körpervolumen eine viel größere Oberfläche hat als ein Erwachsener. Auch bei wärmerem Wasser sollte man darum den Kindern eine längste Badedauer von 15 bis 20 Minuten zumessen. Das Wasser läuft ihnen ja nicht davon! Bei Fröstelgefühl, äußere Anzeichen sind blaue Lippen, Zähneklappern oder Zittern, muss jeder Badende aus dem Wasser! Nach gründlichem Abfrottieren und Körperbewegung (Ballspiel, Laufen) ist man bald wieder in Ordnung. Hält das Frösteln an, so muss man sich unbedingt ankleiden (z. B. Bademantel).

Nasse Badesachen sollen auch bei Sonnenschein sofort vom Körper! Vor allem dann, wenn ein leichter Wind geht — den man kaum spürt oder sogar als angenehm empfindet — kann der Körper unter den nassen Sachen stark unterkühlen. Sogar Nieren- oder Blasenentzündungen können entstehen. Keinesfalls darf man mit nassen Haaren auf einem Fahrrad oder gar Motorrad fahren. Ein Schnupfen ist noch das harmloseste, was man sich dabei erwerben kann! Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen ist viel schlimmer.

Niemals dürfen wir erhitzt von Sport und Spiel, nach einer üppigen Mahlzeit oder unter Alkoholeinfluß ins Wasser gehen!

Das kann mit einem Kreislaufkollaps enden. Bei Muskeloder Nackenkrampf muss man das Wasser sofort verlassen-

Große Gefahr birgt das Baden in der Nähe von Buhnen, Molen, Seebrücken oder deren Überbleibseln an der offenen See.

Schon bei geringen Wind- und Seegangstärken bilden sich Sog und Wirbel, die den Badenden u.U. nicht loslassen, ihn gegen, die Pfähle, gegen unterseeische Bolzen, Klammern, gegen gesplittertes Holz und scharfe Steintrümmer schleudern können. Schon das häufig zu beobachtende Herumbalancieren auf den glitschigen Buhnenköpfen ist sehr leichtsinnig-

Absolutes Badeverbot besteht an Brücken, 100 m nach jeder Seite. Auch an Anlegestellen der Berufsschiffahrt, an stilliegenden Wasserfahrzeugen und schwimmendem Arbeitsgerät (auch Fischkästen und Zuchtanlagen), im Bereich von Hafeneinfahrten und Werften, in der Nähe von Schleusen und Wehren und in den für Wasserski freigegebenen Seengebieten darf nicht gebadet werden. Am klügsten verhält man sich, wenn man sich den Badefreuden nur im Bereich der mit Tonnen abgegrenzten, bzw. bewachten Strandabschnitte hingibt. Außerhalb der Betonnung bedrohen schnelle Motorboote Schwimmer und Luftmatratzenpaddler. Darum darf vor allem auch nicht die Fahrrinne der Berufsschiffahrt durchschwommen werden.

In gesperrten Gewässern dürfen wir nicht baden.

Aber auch Schauminseln, sehr trübes Wasser, starke Pflanzenanschwemmungen, tote Wassertiere, Faulschlamm oder eine buntschillernde Wasseroberfläche deuten darauf hin, dass ein Gewässer durch Industrieabfälle oder Fäkalien verschmutzt ist und sich zum Baden nicht eignet. Man kann sich in solchem Wasser durch die Haut hindurch oder bei einem ungewollten Schluck mit Krankheitserregern infizieren oder den Organismus schädigen. Industrieabwässer können Hautkrankheiten und Vergiftungen hervorrufen. Ideal zum Sonnenbaden in aller Abgeschiedenheit, aber gefährlich beim Baden und Tauchen dazwischen!

Bei starkem Wellengang dürfen wir nicht so weit hinausschwimmen. Dabei kann man seine Kondition sehr leicht überschätzen und kommt vor allem dann in Schwierigkeiten, wenn man nicht rechtzeitig an den Rückweg denkt. Bemerkt man, dass einen die Wellen hinauszuziehen versuchen und man trotz Anstrengung dem Ufer nicht näher kommt, dann ist sofort um Hilfe zu rufen. Durch möglichst flaches Schwimmen an der Wasseroberfläche suchen wir dem Sog der tieferen Wasserschichten zu entrinnen.

In hohen Wellen darf man niemals auf einer Luftmatratze schwimmen. Eine Welle kann das Kopfteil der Matratze erfassen und es samt dem Kopf des Schwimmers nach hinten schleudern. Halbswirbelverletzungen und -brüche, sogar Querschnittslähmungen können die tragische Folge sein.

Ein ertrinkender Erwachsener sollte, wenn möglich, in direkter Hilfeleistung im Wasser nur von ausgebildeten Rettungsschwimmern geborgen werden.

Es besteht nämlich die Gefahr, dass er sich in Todesängsten an seinen Retter klammert und ihn mit unter Wasser zieht. Für nicht im Wasserrettungsdienst ausgebildete Helfer ist es

darum besser, einen schwimmenden Gegenstand in den Griffbereich des Ertrinkenden zu werfen (Rettungsring, Autoreifen, Schwimmtier, Luftmatratze) oder eine Leine, mit der er an Land gezogen werden kann.

Barfußlaufen ist gesund! (Vorausgesetzt, es liegen keine Glasscherben oder scharfkantige Blechdosen

herum). Der Fuß als Schwerstarbeiter des Körpers wird im Sand oder auch auf einer Wiese gut gestützt, weil sich der Untergrund der gewölbten Fußsohle ideal anpaßt. Besonders die Muskulatur der Fußsohle, der Zehen, aber auch der Waden wird gestärkt. Barfuß durch die Natur tut auch Schweißfüßen gut! Längere Spaziergänge „ganz unten ohne“ können Fußbeschwerden lindern, teilweise sogar beseitigen.

Zur Freikörperkultur lässt sich nicht viel bemerken.

Man legt an der auserwählten Stelle die letzten Hüllen ab, und alles verläuft so normal wie sonst auch. Lediglich einen Sonnenbrand kann man sich schnell an den ungewöhnlichsten Stellen holen. Also: besondere Vorsicht bei den sonst immer verhüllten Körperpartien! Menschen, die sich der Freikörperkultur verschrieben haben, wollen unter ihresgleichen sein. Sie sehen es nicht gern, wenn sich ein „Textiler“ unter ihnen ansiedelt, der sich ebensogut an seinem eigenen, außerdem meist viel größeren Strandabschnitt tummeln kann. Dieses moralische Recht sollte man respektieren! Trotzdem: Ein für FKK freigegebenes Gelände räumt das Recht zum völligen Entkleiden ein, nicht die Pflicht dazu! Strandwanderer in Badehose brauchen also um solch ein Gelände keinen großen Bogen zu machen. Sie sollten sich aber vorwiegend am Wellenspiel ergötzen, nicht aber die Sonnenfreunde bei ihren Strandspielen anstarren.

Wenn kleine Kinder mit einem Badeboot im Wasser spielen oder in einem Schlauchboot paddeln, dann sollten sie schwimmen können.

Das entbindet die Eltern jedoch nicht von ihrer Aufsichtspflicht; denn wie schnell kann ein so leichtes Boot, z.B. bei ablandigem Wind, ins freie Wasser hinausgetrieben werden!
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Tags: camping, gefahr, wasser, sonne, motorrad

 
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