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Reinhold


Anmeldedatum: 25.12.2008
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Camping Tipps zum Wohnen im Grünen
Verfasst am: 05.02.2009, 13:48

Campingplätze sind teilweise sehr groß und unübersichtlich.

Weil sich Wohnwagen, Zelte und ihre Gruppierungen alle sehr ähneln, besteht die Gefahr, dass sich spielende Kinder darauf ebenso schnell verirren können wie bekannterweise am Strand. Spielen sie „Bärentöter“ und „Indianer“ im Wald, so wollen sie von fremden Stämmen (sprich Erwachsenen) nicht unbedingt überrascht werden. Sie entfernen sich vom heimischen Zelt oft weiter, als sie zunächst bemerken. Es ist daher richtig, schon am ersten Tage mit den Kleinen die Umgebung zu erkunden und sie auf markante Punkte der Landschaft hinzuweisen. Jedes, auch das kleinste Kind, muss den Campingort und die Blocknummer wissen. Wenn die Eltern ihren Kindern beim Herumtollen „lange Leine“ geben, so müssen sie unbedingt einschätzen, inwieweit sie sich auf sie verlassen können; denn jegliche Verantwortung bleibt den Erwachsenen.

Auf dem Campingplatz ist man Individualist!

Allerdings kann man oft einen Individualisten mit Trainingsoder Jeansanzug und mit Stoppelbart nicht mehr vom anderen unterscheiden. Zugegeben, das alles ist sehr praktisch, aber etwas Abwechslung sollte es doch geben. Auch unter den vereinfachten Verhältnissen des Campings muss man nicht die gleichen Sachen Tag für Tag und manchmal auch noch nachts tragen.

Im Sand halten Heringe aus Holz besser als solche aus Metall.

Wir fertigen sie uns selbst aus Rundholz an, z. B. aus Besenstielen, notfalls auch aus Ästen. Am oberen Ende schlagen wir eine kurze Muffe aus Alu- oder Plastikrohr auf, damit das Holz beim Einklopfen nicht splittert oder ausfranst. Eine Holzschraube mit Rundkopf, schräg eingedreht, gibt der Zeltleine Halt. Sehr haltefähig sind speziell angefertigte „Sandanker“, die sich auch zum Bootefestmachen gut eignen.

Auf lockerem oder sandigem Grund drücken sich die Zeltstützen nach und nach tief in den Boden.

Abhilfe schaffen leere Konservendosen, die man verkehrt herum unter den Streben in den Boden drückt. Bei Zeltgestängen, die sich auf dem Zeltboden abstützen, verlassen wir uns nicht allein auf die aufgesetzten Verstärkungsflecke, denn die Enden der Stangen sind oft scharf Besser ist, wir legen vorbereitete Plastikescheiben mit kleinen Zapfen oder Muffen unter. Die oft als Notbehelf empfohlenen Kronenverschlüsse wollen wir lieber nicht verwenden; sie könnten die Luftmatratze beschädigen!

Zur besseren Wärmeisolierung und zum Schutz gegen Durchfeuchten sollen Zelt-Innenkabinen überall einen Mindestabstand von 10 cm zur Zeltwand haben. Sie sollen zwar glatt, aber nicht straff wie ein Trommelfell aufgehängt werden, damit ein unruhiger Schläfer sie bei seiner Traumgymnastik nicht herunterreißt. Jeden Morgen sollen die Kabinen zum Lüften offen bleiben.

Hat ein Zelt keine Schlafkabinen, so sollte man sich mit den Schlafstätten etwas entfernt von der Zeltleinwand halten. Diese wird in den Morgenstunden oft kühl und feucht. Eine warme Decke — zur Not hilft auch der Bademantel — sollte immer griffbereit sein.

Luftmatratzen sollten nie mit dem Mund aufgeblasen werden. Ihnen schadet die Feuchte der Atemluft. Richtig ist die Verwendung einer sogenannten Schildkröte oder eines komfortablen Campingkompressors für 12 Volt. Neuerdings ist auch eine fußkraftbetriebene Campingluftpumpe zum Füllen und Absaugen im Handel, leider ist dieses eigentlich nur Hilfsfunktion ausführende Requisit etwas voluminös ausgefallen.

Luftmatratzen werden von Anfängern meist viel zu stramm aufgepumpt.

Will man nicht wie auf einem Brett schlafen, dann genügt so viel Luft, dass sich beim Sitzen das Hinterteil breitflächig durchdrückt.

Eine Luftmatratze sollte immer nur zusammen mit einem Schlafsack benutzt werden.

Ihre Innengummierung verhindert nämlich, dass die vom Körper nachts ausgeschiedene Flüssigkeit aufgesaugt werden kann. Das Unterlegen einer Wolldecke allein genügt nicht, weil sich diese mit Schweiß vollsaugt und dann in kühlen Nächten zum Frösteln Anlaß gibt. So kann aufgenommene Feuchtigkeit wieder verdunsten. Weil sich auch unter Luftmatratzen Kondenswasser ansammeln kann, sollen sie öfter gelüftet und gewendet werden. Das gilt vor allem für Kastenmatratzen, die vollflächig auf dem Boden aufliegen und keine Luftbewegung zulassen.

Auch Schlafsäcke müssen jeden Morgen gelüftet werden.

Dazu zieht man sie vollständig auf oder stülpt wenigstens das Innere nach außen, bevor man sie auf die Leine hängt-

Fensterklappen an Zelten werden immer nach innen aufgerollt. Schmutz und Wasser kann sich dann weniger in den Falten festsetzen und den Stoff verunreinigen. Bei Dauerniesel kann man die Klappe vor einem Gazefenster mit zwei Leinen schräg nach unten abspannen. Dann sprüht es nicht durch, und die Entlüftung ist trotzdem gewährleistet.

In einem Zelt oder Wohnwagen und in seiner Umgebung sollte stets peinliche Ordnung herrschen. Das gilt in um so stärkeren Maße, wie Personen auf dem kleinen Raum zusammenwohnen. Bemerkenswert ist vor allem das als „planmäßige Unordnung“ bezeichnete Chaos, das oft in kleinen Hauszelten anzutreffen ist. Unordnung ist eine Quelle von Zank und Streit und verdirbt die gute Urlaubslaune. Auch auf kleinstem Raum kann man Ordnung halten, wenn jedes Ding seinen angestammten Platz erhält. Man kann sich zusätzliche Hilfsmittel zum Ordnunghalten schaffen, zB. Haken, eine Art Hängematte im Zeltfirst, Zeltecken. Abfallberge neben einem Zelt sind keine Empfehlung für dessen Bewohner; sie locken außerdem Schädlinge an-
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Tags: camping, wohnen, zelt, campingplatz, grünen

 
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