Camping Forum
Tipps und Tricks für Camper
 
RegistrierenRegistrieren  LoginLogin

Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Camping Forum Foren-Übersicht -> Camping Gerichtsurteile
Autor
Nachricht
Gast





Führerscheinentzug auch nach Trunkenheitsfahrt mit Fahrrad
Verfasst am: 30.07.2010, 13:54


Hat ein Fahrerlaubnisinhaber als Radfahrer mit einem Blutalkoholgehalt von 1,6 Promille oder mehr am Straßenverkehr teilgenommen, darf die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn die Gefahr besteht, dass er künftig auch ein Kraftfahrzeug in fahruntüchtigem Zustand führen wird. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.

Bei einer Polizeikontrolle war festgestellt worden, dass der Kläger mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 2,09 Promille Fahrrad fuhr. In zwei medizinischpsychologischen Gutachten wurde dem Kläger die Fähigkeit abgesprochen, zwischen Alkoholkonsum und dem Führen von Kraftfahrzeugen hinreichend trennen zu können, da er sein Trinkverhalten nicht hinreichend stabil geändert habe.

Behörde entzieht Fahrerlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen - Verwaltungsgericht hebt diese Entscheidung auf
Daraufhin entzog ihm die Beklagte die Fahrerlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen der Klasse C1E (früher Klasse 3). Diese Entscheidung hat das Verwaltungsgericht aufgehoben. Es ist der Auffassung, dass vom Kläger keine stabile Änderung seines Trinkverhaltens gefordert werden dürfe, da er bislang nur mit einem Fahrrad, nicht aber mit einem Kraftfahrzeug betrunken am Straßenverkehr teilgenommen habe.

Bundesverwaltungsgericht: Auch Fahrrad-Trunkheitsfahrt mit mindestens 1,6 Promille kann Zweifel an Kraftfahreignung begründen
Das Bundesverwaltungsgericht hat das angegriffene Urteil geändert und die Klage abgewiesen. Nach der Wertung der Fahrerlaubnisverordnung begründet auch die Trunkenheitsfahrt mit einem Fahrrad bei einem Alkoholpegel von mindestens 1,6 Promille Zweifel an der Kraftfahreignung. In dem deshalb einzuholenden medizinisch- psychologischen Gutachten ist zu klären, ob nach dem gezeigten Trinkverhalten, der Vorgeschichte und dem Persönlichkeitsbild des Betroffenen die Gefahr besteht, dass er künftig auch ein Kraftfahrzeug unter unzulässigem Alkoholeinfluss führen wird. Wurde beim Betroffenen ein chronisch überhöhter Alkoholgenuss und eine damit einhergehende Unfähigkeit zu einer realistischen Einschätzung der bei einer Teilnahme am Straßenverkehr drohenden Gefahren festgestellt, setzt die Bejahung der Kraftfahreignung regelmäßig eine gefestigte Änderung seines Trinkverhaltens voraus.

Bundesverwaltungsgericht; Urteil vom 21.05.2008,
Aktenzeichen: BVerwG 3 C 32.07


____________________________________





_________________
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Camping Forum Foren-Übersicht -> Camping Gerichtsurteile

Tags: fahrrad

 
 Verwandte Themen   Aufrufe   Letzter Beitrag 
Keine neuen Beiträge Bei Unfallschaden darf die Markenwerkstatt ran 711 30.05.2010, 17:12
Keine neuen Beiträge Autofahrer darf Vorfahrt nicht erzwingen 702 29.08.2010, 18:47
Keine neuen Beiträge Auffahrunfall: Autofahrer darf im Ort auch für Katze bremsen 693 11.09.2010, 04:44
Keine neuen Beiträge Urlaubsabbruch:Chef darf Arbeitnehmer nicht aus Urlaub holen 976 22.09.2010, 19:03
Keine neuen Beiträge Ohne Drogentest darf Fahrerlaubnis entzogen werden 1474 29.09.2010, 03:46
 



[ Time: 0.1167s ][ Queries: 62 (0.0095s) ][ GZIP on - Debug on ]