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Reinhold


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Geeignete Schlafutensilien und Luftmatratzen zum Campen
Verfasst am: 16.01.2009, 15:55

Die ersten Luftmatratzen gab es schon, als an Camping noch nicht zu denken war, nämlich anno 1737.

In einem Almanach konnte der Zeitgenosse von damals erstaunt lesen, wie „ein mit Wind gefülltes Bette zu machen“ sei: Aus Leder luftdicht genähet und „von einem Blas-Balg gefüllet“

entsteht ein „zugerichtetes weiches Bette, welches zur hitzigen Sommerszeit nicht allein sehr kühle ist, sondern bei vorhabenden Reisen, als leere Säcke sich bequem zusammenpacken und beim Gebrauch geschwind wieder aufblasen lassen“.

Die jedem bekannten heutigen Luftmatratzen gibt es in vielfältigen Ausführungen.

Besonders vorteilhaft sind mehrteilige Einzelmatratzen (für einen Schläfer). Jedenfalls sollte das Kopfteil getrennt aufblasbar sein (zweiteilige Matratze).

Bei dreiteiligen Luftmatratzen kann durch Veränderung des Luftdrucks in den drei Kammern eine optimale anatomische Anpassung an den Körper des Schläfers vorgenommen werdenSolche Matratzen lassen sich außerdem als „Sessel“ benutzen. Allerdings ist das nichts für Dicke; denn bei solch einer Belastung knickt das Ganze bejammernswert zusammen.

Mit Kastenmatratzen lässt sich eine insgesamt sehr ebene Liegefläche herstellen.

Normale Luftmatratzen haben eine Länge von etwa 1,90 m. Einfachmatratzen sind etwa 0,7 m breit, Doppelmatratzen bringen es auf 1,20 bis maximal 1,50 m. Werden Luftmatratzen richtig aufgeblasen, so liegt man recht bequem und vor Bodenkälte geschützt.

Eine Doppel-Luftmatratze ist zwar etwas preisgünstiger als zwei einzelne, trotzdem sollte man sich ihre Anschaffung überlegen.

Ein unruhiger Schläfer versetzt nämlich seinen Matratzenpartner bei jeder Lageänderung in SchaukelbewegungenAußerdem ist man mit zwei Einzelmatratzen viel variabler, zB. am einem Tuch oder dem Bademantel vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, sowie eine nasse Luftmatratze immer im Schatten trocknen lassen.

Campingliegen oder -betten bestehen aus einem stabilen Rahmen mit bügelartigen Füßen und einem Stoffbezug.

Bei einer Steckliege werden stabile Stäbe durch die Schlaufen des Bezuges geschoben und zusammengesteckt. Das ist eine transportfreundliche, aber meist nicht sehr belastbare Konstruktion, die im allgemeinen nur für zierliche Personen und Kinder empfohlen werden kann.

Bei den robusteren Klappliegen ist der Bezug meist mit Federn am Rahmen befestigt, und das Kopfteil lässt sich in der Neigung verstellen. Allerdings sind diese Liegen auch zusammengeklappt nicht ganz klein.

Bei der Anschaffung von Campingbetten sollte man auf Stabilität und auf das Gewicht achten, das zwischen 3 und 8,5 kg variieren kann.

Campingliegen haben gegenüber anderen Schlafgelegenheiten Vorund Nachteile

Für gesunden Schlaf sind sie sehr zu empfehlen, weil sie luftdurchlässig sind und weil auch unter dem Bezug die Luft zirkulieren kann. Dadurch wird der Körperschweiß gut abgeleitet. Man kann ohne Beeinträchtigung dieser Funktion sogar noch eine Wolldecke auflegen — oder eine spezielle Auflagematte —, dann schläft es sich noch weicher und bequemer. Für unruhige Schläfer, besonders solche, die eine angewinkelte Seitenlage bevorzugen, ist eine Campingliege recht unbequem. Bei einer Luftmatratze schwebt ein solcher Schläfer schlimmstenfalls etwas über dem Rand, bei einem Campingbett sind an dieser Stelle aber harte, unnachgiebige Gestänge und kneifende Federn.

Campingliegen haben noch einen profanen Vorteil: Unter ihnen lässt sich eine ganze Menge Gepäck unterbringen!

Die Füße einer Campingliege belasten den Zeltboden stark, drücken sich leicht ein und können ihn beschädigen. Um das zu vermeiden ist es günstig, unter jeden Bügel ein mit Nadelfilz beklebtes Brettchen zu schieben.

Weder eine Luftmatratze noch eine Campingliege ist für ein Kleinkind oder gar ein Baby zu empfehlen.

Von diesen Schlafstätten können sie allzu leicht herunterrollen und sich stark erkälten. Für diese Nachwuchscamper hält der Handel spezielle Camping-Kinderbettchen bereit; es istauch mit einfachen Mitteln ein Selbstbau möglich.

Die spezielle Wirkung eines Schlafsacks liegt darin, dass er die Körperwärme des Schläfers nicht herauslässt, wohl aber seine ausgedünstete Feuchtigkeit. Die Luftpolster der wärmeisolierenden Füllstoffe erwärmen sichAllgemein gilt: Je flauschiger ein Schlafsack beschaffen ist, je lockerer seine Füllung, um so wärmer ist er auch. Ein Schlafsack soll nicht zu eng sein, er soll dem Schläfer Bewegungsfreiheit geben, er darf aber auch nicht schlabberig weit sein. Daher gibt es für Kinder und Jugendliche spezielle Kinderoder Jugendschlafsäcke.

Schlafsäcke werden in sehr unterschiedlicher Fasson gefertigt.

Recht praktisch ist die Deckenform mit einem durchgehenden Reißverschluß an einer Schmalund einer BreitseiteDer Schlafsack lässt sich vollständig öffnen und wie eine Schlafdecke verwenden. Die Schlupfform hat nur einen kurzen Reißverschluß oben in der Mitte, eine angearbeitete Kapuze erweitert sie zur Mumienform. In einem solchen Schlafsack liegt man warm und eingemummelt wie der heranwachsende Schmetterling in seiner Puppenhülle-

Für Schlafsackoder Deckenbezüge, auch Laken, sind helle Stoffe nicht gar so günstig.

Musterungen und gedeckte Farben verschleiern die Spuren doch etwas diskreter, die bei dreibis vierwöchiger Strapazierung unvermeidbar entstehenSicher bekommt eine allzu reinliche Hausfrau an dieser Stelle „Zustände“, aber wer kann schon beim Camping wöchentlich die Bettwäsche wechseln? Natürlich geht es auch ganz ohne Bezüge — gar mancher Tramper wird sich ohnehin fragen, wovon hier eigentlich die Rede ist. Trotzdem: ein Schlafsack ist zwar von Natur aus recht bunt, aber ein Bezug lässt sich am Saisonende doch einfacher waschen-

Wer es gewohnt ist, seinen Kopf weich zu betten, der sollte beim Zelten ein kleines Kuschelkissen nicht vergessen. Das ist vor allem bei Campingliegen, Schaumstoffmatten oder Kastenluftmatratzen ohne Kopfteil anzuraten. Bei einer mehrteiligen Luftmatratze kann man dagegen das Kopfteil so weich aufblasen, dass ein Kopfkissen überflüssig ist. Etwas weniger „verweichlichte“ Camper benutzen an Stelle eines Kopfkissens eine zusammengerollte Decke.
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Tags: luftmatratze, camping, luftmatratzen, kinder, zelten

 
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