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Reinhold


Anmeldedatum: 25.12.2008
Beiträge: 62

Tiere auf dem Campingplatz
Verfasst am: 25.02.2009, 00:38

Hunde sind Rudeltiere und leiden daher unter einer Trennung von den vertrauten Menschen.

Darum ist mit Rücksicht auf das Tier eine Mitnahme auf dafür vorgesehene Zeltplätze nicht generell abzulehnen. Etwas anders ist es bei Katzen, die stark an ihr gewohntes Territorium, i.allg. aber etwas weniger eng an ihren Pfleger gebunden sind. Man sollte versuchen, sie während des Urlaubs von einem Bekannten versorgen zu lassen oder in einem Tierheim unterzubringen. Obwohl man hin und wieder auch Katzen auf Campingplätzen sieht, ist ihre Mitnahme.nicht ohne Risiko. Katzenhalter wissen um die Eigenheiten ihres Tieres: im weiten Umkreis herumzuwandern und vor fremden Behausungen, Nahrungsmitteln und Kleinlebewesen (Vögeln!) keinen Halt zu machen. Das kann auf einem Zeltplatz schlimmen Ärger geben; denn nur wenige Katzen lassen sich an die Leine legen oder wirksam im Zelt einsperren. Wir denken auch daran, dass streunende und wildernde Katzen vom Förster abgeschossen werden müssen.

Bereist man mit einem Hund ein Tollwutsperrgebiet, so ist besondere Vorsicht geboten.

Wir informieren uns sofort über die geltenden Vorschriften. Keinesfalls ist dem Tier freier Auslauf zu gewähren (Leinenzwang). Auch der Kontakt mit anderen Hunden ist strikt zu unterbinden. Die Tollwut ist eine bei Tieren unheilbare Viruskrankheit. Infizierte Hunde sind mürrisch, reizbar, sie scheuen helles Licht, fressen

kaum oder auch ungenießbare Gegenstände, sie bellen teilweise jaulend. Im Endstadium der Krankheit treten Lähmungen des Fanges (Maul) und der Hinterläufe auf. Schon beim geringsten Verdacht ist das Tier einem Tierarzt vorzustellen, für die Menschen droht schwerste Gefahr!

Wenn wir einen Hund oder ein anderes Haustier im Auto mitnehmen, so darf es den Fahrzeuglenker in keiner Weise behindern oder ablenken.

Das Tier gehört auf einen festen Platz auf dem Fahrzeugboden, dem Rücksitz oder bei Kombis auf der Ladefläche. Es gehört nicht auf die Heckablage, wo es die Fahrersicht behindert und bei plötzlichen Bremsungen nach vorn geschleudert werden kann, und keinesfalls in den dunklen, schlecht belüfteten KofferraumDas Tier muss so erzogen werden, dass e‘: sich im Auto während der Fahrt ruhig verhält. Das gelingt, wenn es von kleinauf mitfährt. Wir denken auch an die natürlichen Gewohnheiten eines Hundes und legen regelmäßige Pausen ein, um dem Tier Auslauf zu gewähren. Keinesfalls dürfen wir Tiere in einem in praller Sonne geparkten Auto zurücklassen, womöglich noch bei geschlossenen Fenstern! Das Fahrzeug kann sich auf Temperaturen über 60 °C aufheizen, und für das Tier besteht die Gefahr eines Hitzschlags. Auch im Winter darf ein Tier nicht allein im Auto bleiben Hunde können sich z.B. bei höheren Kältegraden im Auto nicht durch Bewegung erwärmen. Man legt Hunde im geparkten Auto außerdem nicht an die LeineGeraten sie aus irgendeinem Grund in Panik, so können sie sich in dem engen Raum erwürgen.

Tiere, die im Auto zum Erbrechen neigen oder sehr unruhig sind, können mit einem Medikament behandelt werden, das der Tierarzt verschreibt.

Es wird dem Vierbeiner etwa 1/2 Stunde vor Fahrtantritt verabreicht Hunden und Katzen schadet es außerdem nichts, wenn sie erst nach Ende der Fahrt gefüttert werden.

Begegnen wir auf unseren Wanderungen freilebenden oder verwilderten Tieren, so müssen wir sie in Ruhe lassen. Im Normalfall flüchten sie ohnehin. Sind wilde Tiere dagegen unnormal zutraulich oder aggressiv, zeigen sie ein anderweitig abnormales Verhalten oder Aussehen (z.B. heftiger Speichelfluß, schleppender Gang, struppiges Fell), so besteht der Verdacht auf Tollwut. Jeder Biß von einem Wild- oder Haustier muss darum sofort einem Arzt vorgestellt werden. Tollwuterreger können alle Tiere übertragen, besonders häufig erkranken Fuchs, Hund, Katze, Rind, Marder und Reh.

Tollwutinfektionen können auch ohne sichtbare Wunde entstehen.

Manchmal findet man auf Wanderungen aus dem Nest gefallene oder bei Bodenbrütern noch im Nest hockende Vogelkinder.

Diese Tierchen darf man sich zwar aus respektvoller Entfernung ansehen, anfassen oder aufscheuchen darf man sie jedoch nicht. Kann der Jungvogel bereits sitzen, hüpfen oder flattern, dann gelingt es den Vogeleltern meist, ihn wieder auf einen Zweig oder ins Nest zu locken. Halbnackte und somit hilflose Vögelchen sind wohl dagegen meist dem Tode geweiht. Zwar gelingt sehr geduldigen Menschen manchmal eine Aufzucht, um den Vogel – flügge geworden – wieder in die Freiheit zu entlassen.
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Tags: campingplatz, tiere, katzen, katze, darf

 
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