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Reinhold


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Tipps für Camping im Winter und bei Schnee
Verfasst am: 16.04.2009, 03:31

Die Zahl der Camper, die es auch im Winter einmal bei Eis, Schnee und Kälte versuchen wollen, wächst ständig. Der besondere Erholungseffekt eines solchen Urlaubs wird durch die Ruhe auf dem winterlichen Platz und durch die sportliche Betätigung in frischer, klarer Winterluft gefördert.

Die Wintercamper sind fast immer eine eingeschworene Gemeinschaft, die genau weiß, warum sie eben zu dieser Zeit Ferien macht, die' sich gegenseitig hilft und für ständige Abwechslung und Kurzweil auf dem Platz sorgt. Da gibt es Sport und Spiel im Schnee, vereint wird das Grill angeheizt, und die gemeinsame Silvesterparty bildet den unvergeßlichen Höhepunkt für alle Beteiligten. Grundvoraussetzung ist allerdings nicht nur ein Winter nach dem Kalender, sondern auch ein meteorologischer. Tauwetter und Matsch können allen den Spaß verderben.

Bei einem Berg- oder Hauszelt schaufelt man sich an windgeschützter Stelle eine rechteckige Kuhle in den Schnee und türmt seitlich hohe Wälle auf.

An Tauwetter müssen wir dabei nicht unbedingt denken; bei längerer Dauer zwingt uns der entstehende Matsch ohnehin zum Aufbruch. Ein Zeltaüfbau unter Bäumen kann problematisch werden, z. B. wenn sie bei Wind ihre Schneelast auf den bedauernswerten Camper abladen. Wenn es ohne Naturfrevel möglich ist, sollte unter dem Zeltboden eine Isolierschicht aus Tannenzweigen oder wenigstens Reisig ausgelegt werden. Notfalls tut es auch eine große Plastikfolie. Reicht sie bis auf die Schneewälle herauf, so gibt es bei Tauwetter keine nassen Überraschungen! Tannenreisig gehört zum Abtreten der Füße auch vor den Zelteingang!

Bei einem nicht oder ungenügend isolierten Wohnwagen kann es im Winter Probleme geben.

Es wird nicht nur eine insgesamt größere Heizleistung benötigt, sondern es bildet sich auch viel Kondenswasser an den kalten Wänden. Darum sind vor allem bei solchen Wohnwagen alle die Heizmethoden ungeeignet, bei denen sich durch die Oxidation des Brennstoffs noch zusätzliche Luftfeuchte bildet.

Beim Wintercamping sind die Wohnwagenfenster besondere Schwachpunkte.

Ihre nur mangelhafte Wärmeisolierung erhöht die Heizkosten und führt zu verstärkter Schwitzwasserbildung an der Fensterinnenseite. Erfahrene Wintercamper schneiden sich darum Tafeln aus Schaumpolystyrol in geeigneter Größe zurecht und decken damit von außen die Fenster ab. Das empfiehlt sich auf jeden Fall an der Wetterseite. Zur Befestigung genügen 2 bis 3 Gummischnüre, für die spezielle Befestigungspunkte rund um das Fenster geschaffen werden (z. B. Haken für Anhängerplanen).

Weil nicht jeder Wohnwagen in unmittelbarer Nähe einer Steckdose stehen kann, empfiehlt sich ein 30 bis 40 m langes, durchgehendes (Anschlußkabel im Gepäck (dreipolig, Schuko).

Kabel mit Gummimantel sind bei Kälte besser geeignet als solche mit Plastikisolierung. Diese werden schnell hart und brüchig. Das Kabel sollte man nicht im Schnee verlegen, sondern über Baumäste führen. Es kann sonst bei Tauwetter und nachfolgendem Frost so fest einfrieren, dass man es ohne ernste Beschädigungen nicht wieder einholen kann.

Die erforderliche Heizenergie für den Wohnwagen im Winter wird oft überschätzt.

Bei mäßiger Kälte und guter Isolierung kann ein dauernd betriebener Heizer von 250 bis 500 Watt schon ausreichend sein. Trotzdem sind Heizleistungen von 2 bis 3 kW anzustreben. Dadurch werden kurze Anheizzeiten bei ausgekühltem Anhänger' erreicht, und es kann außerdem mehr Frischluft in die Wohnzelle gelassen werden (Dachluke und ein Fenster einen Spalt breit öffnen!). Elektrische Heizer mit großer Leistung sollten sich unbedingt auf eine niedrigere Heizstufe umschalten lassen oder mit einem Regler versehen sein. Elektrischer Heizung ist gegenüber Gasheizung der Vorzug einzuräumen, denn eine 5-kg-Gasflasche reicht i. allg. nicht länger als 2 bis 3 Tage und kann bei großer Kälte meist auch nicht völlig entleert werden.

Um Campingwohnwagen werden oft Schutzwälle aus Schnee aufgeschüttet.

Diese dürfen aber nicht bis an die Karosserie heranreichen, damit die Luftzirkulation unter dem Boden des Anhängers erhalten bleibt. Keinesfalls dürfen Belüftungsöffnungen verdeckt werden.

Beim Wohnen in einem Campinganhänger im Winter können noch folgende Tipps nützlich sein:

  1. Die Luftfeuchte wollen wir nicht unnötig erhöhen. Daher trocknen wir unsere Sachen außerhalb der Wohnzelle, z. B. im Schneezelt oder, noch besser, im gemeinschaftlichen Trockenraum.
  2. Eine zusätzliche Isolierung hinter den Sitzlehnen kann einer Nierenbeckenentzündung vorbeugen. Man verwendet passende Schaumpolystyrolplatten oder einen Lattenrost, bei dem erwärmte Luft hindurchstreichen kann.
  3. Bei leicht bewegter Luft erwärmt sich der Innenraum gleichmäßiger. Wenn sein Rauschen nicht stört, ist daher ein Heizlüfter vorteilhaft. Nachts kann er so aufgestellt werden, dass er die Schlaffläche von unten her mit einem milden Luftstrom trifft (Vorsicht!, so unterbringen, dass kein Wärmestau entsteht oder eine herabrutschende Schlafdecke zu einem Brand führen könnte).
  4. Trittbänkchen aus Metall vor der Wohnwagentür sind im Winter sehr glatt. Besser, man verwendet Holzroste mit breiten Ritzen, durch die der Schnee beim Abtreten der Schuhe hindurchfallen kann.

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Tags: wohnwagen, winter, camping, schnee

 
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